03.05.11 - Umfrage Ökostrom: Die Ergebnisse

Auf Grund der Ereignisse in Japan haben die Gemeindewerke Haar GmbH im April 2011 eine Umfrage zum Thema Ökostrom gestartet. Alle Bürgerinnen und Bürger hatten darin die Gelegenheit mitzuteilen, was sie aktuell in Bezug auf die Stromversorgung erwarten.

Die überwiegende Zahl der Teilnehmer kannte das Ökostrom-Angebot der Gemeindewerke bereits. Fast 60 Prozent gaben an, künftig Ökostrom beziehen zu wollen, 55 Prozent wären auch bereit, einen Aufpreis dafür zu zahlen. Bei der Frage nach der Höhe des freiwilligen Aufschlags entschieden sich mit 34 Prozent die Mehrzahl der Teilnehmer für den höchsten Betrag von 2 Cent je Kilowattstunde.

Bei der Auswahl der in Bezug auf Ökostrom wichtigsten Kriterien waren die Antworten ausgewogen: Mit geringer Mehrheit erwarten fast 28 Prozent, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort gefördert wird. Aber auch der Wunsch, das Klima zu schützen, Atomkraft nicht zu fördern oder zu wissen, wo der Strom herkommt, lagen jeweils bei über 20 Prozent.

„Die Ergebnisse der Umfrage geben uns wichtige Hinweise darauf, was unsere Kunden erwarten“, sagt Walter Dürr, Geschäftsführer der Gemeindewerke Haar. „Um die Entscheidung für unseren Haarer Ökostrom zu erleichtern, werden wir künftig zwei verschiedene Tarife zur Auswahl anbieten: einen günstigen Tarif ohne Aufschlag – der ist dann das Richtige für kostenbewusste Kunden. Der zweite Tarif mit Aufschlag kommt allen entgegen, die den Ausbau der Erneuerbaren hier in Haar gezielt fördern möchten.“

Der Haarer Ökostrom wird aus dem Wasserkraftwerk Neufinsing bezogen und ist zu 100 Prozent frei von CO2- und Atomstrom. Aber auch die Herkunft vom „Normalstrom“ der Haarer Stromversorgung kann sich sehen lassen: Mit einem Anteil von 32 Prozent ist der Anteil der erneuerbaren Energien vergleichsweise hoch. Beim gesamtdeutschen Strommix macht der Anteil von Strom aus Wind, Wasser und Sonne lediglich 17 Prozent aus.

Die Gemeindewerke werden die Aufteilung in die zwei Wunsch-Tarife für Ökostrom noch in diesem Jahr in ihr Angebot aufneh-men. „Wir verstehen, dass viele Kunden durch die Ereignisse in Fukushima beunruhigt sind“, so Dürr. „Deshalb setzen wir uns auch für eine sichere Energieversorgung ein. Natürlich ist für uns als eher kleiner kommunaler Versorger der Handlungsspielraum begrenzt. Aber die Entscheidung für den zweiten Ökostrom-Tarif ist ein Zeichen des Entgegenkommens für alle umweltbewussten Kunden und damit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Umfrageergebnisse

Umfragezeitraum: April 2011 • Teilnehmer: 58

 

Frage 1

 

Frage 2

 

Frage 3

 

Frage 4

 

Frage 5

 

Frage 6

 

Frage 7


Zurück Link

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Druckbutton anzeigen?